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Al Pride

Al Pride - 01.04.2022

IMG Popmusik, wie sie 2020 sein sollte. Was Al Pride schaffen ist eingängig und eigen, versiert und subversiv, zeichnet sich fernab von einem schwarz-weißen Weltbild durch geschmacksvoll verwobene Arrangements aus. Die achtköpfige Formation aus der Schweiz ist ein für die Bühne geschaffenes Groovemonster, das breitgefächerte musikalische Einflüsse problemlos in einer minutiös ausgearbeiteten, klaren Sprache vereint. Diese Band vereint zwei Geschlechter in zwei herausragend harmonierenden Leadstimmen, kann melancholische Tiefgänge genauso gut wie mitreißend gute Vibes, betritt die Bühnen dieser Welt nahbar, authentisch und lässt dabei nie eine wohldosierte Coolness vermissen. Gegensätze funktionieren bei Al Pride hervorragend - und das macht live unglaublich viel Spaß. Das vierte Album «Sweet Roller» (28.08.20, Radicalis) trägt die Grosz Formation definitiv über die Landesgrenzen. Al Pride schaffen sich damit elegant aber kraftvoll eine eigene, relevante Position in der Mitte der europäischen Musiklandschaft. Mediale musikalische Einordnung Zwischen sphärischem Indie-Rock im Stil von Cigarettes after Sex und Still Corners, einer funky Pop-Alternative wie Balthazar und einer heiteren, moderneren Version des Yacht-Rocks, den einst Dan Bejart alias Destroyer kultivierte.